AAS 29 (1937), p. 164
Beitrag zur. privaten und öffentlichen Wohlfahrt, dem zweifellos eine
spätere, ruhigere Zeit mehr Gerechtigkeit wird widerfahren lassen,
als die aufgewühlte Gegenwart. Wir haben das Vertrauen zu den
Leitern der Ordensgenossenschaften, dass sie die Schwierigkeiten und
Prüfungen zum Anlass nehmen, um durch verdoppelten Eifer, vertieftes
Gebetsleben, heiligen Berufsernst und echt klösterliche Zucht von dem
Allmächtigen neuen Segen und neue Fruchtbarkeit auf ihre schwere
Arbeit her abzurufen.
(An die Getreuen aus dem Laienstande)
Vor Unserem Auge steht die unübersehbar grosse Schar treuer Söhne
und Töchter, denen das Leid der Kirche in Deutschland und ihr eigenes
Leid nichts geraubt hat von ihrer Hingabe an die Sache Gottes, nichts
von ihrer zärtlichen Liebe gegen den Vater der Christenheit, nichts
von ihrem Gehorsam gegen Bischöfe und Priester, nichts von ihrer
freudigen Bereitschaft, auch in Zukunft — komme, was da wolle —
dem treu zu bleiben, was sie geglaubt und von ihren Voreltern als heiliges
Erbe erworben haben. Ihnen allen senden Wir aus gerührtem
Herzen Unsern Vatergruss.
Allen voran den Mitgliedern der kirchlichen Verbände, die tapfer
und um den Preis vielfach schmerzlicher Opfer Christus die Treue
hielten und sich nicht bereit fanden, die Rechte preiszugeben, die ein
feierliches Abkommen der Kirche und ihnen nach Treu und Glauben
gewährleistet hatte.
Ein besonders inniger Gruss ergeht an die katholischen Eltern. Ihre
gottgegebenen Erzieherrechte und Erzieherpflichten stehen gerade im
gegenwärtigen Augenblick im Mittelpunkt eines Kampfes, wie er schicksalsvoller
kaum gedacht werden kann. Die Kirche Christi kann nicht
erst anfangen, zu trauern und zu klagen, wenn die Altäre verwüstet
werden, wenn sakrilegische Hände die Gotteshäuser in Rauch und Flammen
aufgehen lassen. Wenn man versucht, den Tabernakel der durch
die Taufe geweihten Kindesseele durch eine christusfeindliche Erziehung
zu entweihen, wenn aus diesem lebendigen Tempel Gottes die
ewige Lampe des Christusglaubens herausgerissen und an ihrer Statt
das Irrlicht eines Ersatzglaubens gesetzt werden soll, der mit dem Glauben
des Kreuzes nichts mehr zu tun hat — dann ist die geistige Tempelschändung
nahe, dann wird es für jeden bekennenden Christen
Pflicht, seine Verantwortung von der der Gegenseite klar zu scheiden,
sein Gewissen von jeder schuldhaften Mitwirkung an solchem Verhängnis
und Verderbnis freizuhalten. Und je mehr die Gegner sich
spätere, ruhigere Zeit mehr Gerechtigkeit wird widerfahren lassen,
als die aufgewühlte Gegenwart. Wir haben das Vertrauen zu den
Leitern der Ordensgenossenschaften, dass sie die Schwierigkeiten und
Prüfungen zum Anlass nehmen, um durch verdoppelten Eifer, vertieftes
Gebetsleben, heiligen Berufsernst und echt klösterliche Zucht von dem
Allmächtigen neuen Segen und neue Fruchtbarkeit auf ihre schwere
Arbeit her abzurufen.
(An die Getreuen aus dem Laienstande)
Vor Unserem Auge steht die unübersehbar grosse Schar treuer Söhne
und Töchter, denen das Leid der Kirche in Deutschland und ihr eigenes
Leid nichts geraubt hat von ihrer Hingabe an die Sache Gottes, nichts
von ihrer zärtlichen Liebe gegen den Vater der Christenheit, nichts
von ihrem Gehorsam gegen Bischöfe und Priester, nichts von ihrer
freudigen Bereitschaft, auch in Zukunft — komme, was da wolle —
dem treu zu bleiben, was sie geglaubt und von ihren Voreltern als heiliges
Erbe erworben haben. Ihnen allen senden Wir aus gerührtem
Herzen Unsern Vatergruss.
Allen voran den Mitgliedern der kirchlichen Verbände, die tapfer
und um den Preis vielfach schmerzlicher Opfer Christus die Treue
hielten und sich nicht bereit fanden, die Rechte preiszugeben, die ein
feierliches Abkommen der Kirche und ihnen nach Treu und Glauben
gewährleistet hatte.
Ein besonders inniger Gruss ergeht an die katholischen Eltern. Ihre
gottgegebenen Erzieherrechte und Erzieherpflichten stehen gerade im
gegenwärtigen Augenblick im Mittelpunkt eines Kampfes, wie er schicksalsvoller
kaum gedacht werden kann. Die Kirche Christi kann nicht
erst anfangen, zu trauern und zu klagen, wenn die Altäre verwüstet
werden, wenn sakrilegische Hände die Gotteshäuser in Rauch und Flammen
aufgehen lassen. Wenn man versucht, den Tabernakel der durch
die Taufe geweihten Kindesseele durch eine christusfeindliche Erziehung
zu entweihen, wenn aus diesem lebendigen Tempel Gottes die
ewige Lampe des Christusglaubens herausgerissen und an ihrer Statt
das Irrlicht eines Ersatzglaubens gesetzt werden soll, der mit dem Glauben
des Kreuzes nichts mehr zu tun hat — dann ist die geistige Tempelschändung
nahe, dann wird es für jeden bekennenden Christen
Pflicht, seine Verantwortung von der der Gegenseite klar zu scheiden,
sein Gewissen von jeder schuldhaften Mitwirkung an solchem Verhängnis
und Verderbnis freizuhalten. Und je mehr die Gegner sich