AAS 29 (1937), p. 161
Tag für Tag mit Erzeugnissen glaubens- und kirchenfeindlichen Inhalts
und greifen rücksichts- und éhrfurehtslos an, was euch hehr und heilig
sein muss.
Wir wissen, dass viele, viele von euch um der Treue zu Glauben und
Kirche, um der Zugehörigkeit zu kirchlichen, im Konkordat geschützten
Vereinigungen willen düstere Zeiten der Verkennung, der Beargwöhnung,
der Schmähung, der Verneinung euerer vaterländischen Treue,
vielfacher Schädigung im beruflichen und gesellschaftlichen Leben
ertragen müssten und müssen. Es ist Uns nicht unbekannt, wie mancher
ungenannte Soldat Christi in euren Reihen steht, der trauernden Herzens,
aber erhobenen Hauptes sein Schicksal trägt und Trost allein findet
in dem Gedanken, für den Namen Jesu Schmach zu leiden (Apg. 5, 41).
Heute, wo neue Gefahren drohen und neue Spannungen, sagen Wir
dieser Jugend : « Wenn jemand euch ein anderes Evangelium verkünden
wollte als jenes, das ihr empfangen habt » auf den Knieen einer frommen
Mutter, von den Lippen eines gläubigen Vaters, aus dem Unterricht
eines seinem Gotte und seiner Kirche treuen Erziehers — « der sei
ausgeschlossen» (Gal. 1, 9). Wenn der Staat eine Staatsjugend gründet,
die Pflichtorganisation für alle sein soll, dann ist es — unbeschadet
der Rechte der kirchlichen Vereinigungen — selbstverständlicher und
unveräusserlicher Rechtsanspruch der Jungmannen selbst und ihrer für
sie vor Gott verantwortlichen Eltern, zu fordern, dass diese Pflichtorganisation
von all den Betätigungen Christentums- und kirchenfeindlichen
Geistes gesäubert werde, die bis in die jüngste Vergangenheit, ja bis
in die Gegenwart hinein die gläubigen Eltern in unlösbare Gewissenskonflikte
zwingen, da sie dem Staat nicht geben können, was im Namen
des Staates verlangt wird, ohne Gott zu rauben, was Gottes ist.
Niemand denkt daran, der Jugend Deutschlands Steine in den Weg
zu legen, der sie zur Verwirklichung wahrer Volksgemeinschaft
führen soll, zur Pflege edler Freiheitsliebe, zu unverbrüchlicher Treue
gegen das Vaterland. Wogegen Wir Uns wenden und Uns wenden
müssen, ist der gewollte und planmässig geschürte Gegensatz, den
man zwischen diesen Erziehungszielen und den religiösen aufreisst.
Und darum rufen Wir dieser Jugend zu : Singt eure Freiheitslieder;
aber vergesst über ihnen nicht die Freiheit der Kinder Gottes! Lasst
den Adel dieser unersetzbarem Freiheit nicht hinschwinden in den
Sklavenketten der Sünde und Sinnenlust. Wer das Lied der Treue zum
irdischen Vaterland singt, darf nicht in Untreue an seinem Gott, an
seiner Kirche, an seinem ewigen Vaterland zum Ueberläufer und Verräter
werden. Man redet zu euch viel von heldischer Grösse — in
und greifen rücksichts- und éhrfurehtslos an, was euch hehr und heilig
sein muss.
Wir wissen, dass viele, viele von euch um der Treue zu Glauben und
Kirche, um der Zugehörigkeit zu kirchlichen, im Konkordat geschützten
Vereinigungen willen düstere Zeiten der Verkennung, der Beargwöhnung,
der Schmähung, der Verneinung euerer vaterländischen Treue,
vielfacher Schädigung im beruflichen und gesellschaftlichen Leben
ertragen müssten und müssen. Es ist Uns nicht unbekannt, wie mancher
ungenannte Soldat Christi in euren Reihen steht, der trauernden Herzens,
aber erhobenen Hauptes sein Schicksal trägt und Trost allein findet
in dem Gedanken, für den Namen Jesu Schmach zu leiden (Apg. 5, 41).
Heute, wo neue Gefahren drohen und neue Spannungen, sagen Wir
dieser Jugend : « Wenn jemand euch ein anderes Evangelium verkünden
wollte als jenes, das ihr empfangen habt » auf den Knieen einer frommen
Mutter, von den Lippen eines gläubigen Vaters, aus dem Unterricht
eines seinem Gotte und seiner Kirche treuen Erziehers — « der sei
ausgeschlossen» (Gal. 1, 9). Wenn der Staat eine Staatsjugend gründet,
die Pflichtorganisation für alle sein soll, dann ist es — unbeschadet
der Rechte der kirchlichen Vereinigungen — selbstverständlicher und
unveräusserlicher Rechtsanspruch der Jungmannen selbst und ihrer für
sie vor Gott verantwortlichen Eltern, zu fordern, dass diese Pflichtorganisation
von all den Betätigungen Christentums- und kirchenfeindlichen
Geistes gesäubert werde, die bis in die jüngste Vergangenheit, ja bis
in die Gegenwart hinein die gläubigen Eltern in unlösbare Gewissenskonflikte
zwingen, da sie dem Staat nicht geben können, was im Namen
des Staates verlangt wird, ohne Gott zu rauben, was Gottes ist.
Niemand denkt daran, der Jugend Deutschlands Steine in den Weg
zu legen, der sie zur Verwirklichung wahrer Volksgemeinschaft
führen soll, zur Pflege edler Freiheitsliebe, zu unverbrüchlicher Treue
gegen das Vaterland. Wogegen Wir Uns wenden und Uns wenden
müssen, ist der gewollte und planmässig geschürte Gegensatz, den
man zwischen diesen Erziehungszielen und den religiösen aufreisst.
Und darum rufen Wir dieser Jugend zu : Singt eure Freiheitslieder;
aber vergesst über ihnen nicht die Freiheit der Kinder Gottes! Lasst
den Adel dieser unersetzbarem Freiheit nicht hinschwinden in den
Sklavenketten der Sünde und Sinnenlust. Wer das Lied der Treue zum
irdischen Vaterland singt, darf nicht in Untreue an seinem Gott, an
seiner Kirche, an seinem ewigen Vaterland zum Ueberläufer und Verräter
werden. Man redet zu euch viel von heldischer Grösse — in